Unterengadiner Sagen

«Das Un­ter­enga­din zeigt ei­nen erns­te­ren, her­be­ren Cha­rak­ter als die obe­ren Tal­stu­fen; die Land­schaft wird wil­der, die Ber­ge tre­ten nä­her zu­sam­men, und der Inn rauscht mit ge­stei­ger­ter Kraft durch das en­ge Tal.»

Jo­hann Gott­fried Ebel hat­te recht – und lag zu­gleich falsch. Tat­säch­lich er­scheint das Un­ter­enga­din en­ger als das Ober­enga­din. Aber das Un­ter­enga­din ist mehr als das ei­gent­li­che Tal: Im Nor­den, ge­gen die Sil­vret­ta hin, er­stre­cken sich lan­ge Sei­ten­tä­ler, und auf den Al­pen und Gip­feln dar­über er­scheint die Land­schaft weit. Und im Sü­den war­tet seit dem frü­hen 20. Jahr­hun­dert der Na­tio­nal­park, das gröss­te Na­tur­schutz­ge­biet der Schweiz.

Das Wil­de und Her­be wi­der­spie­gelt sich aber doch in man­cher Sa­ge. Wenn in an­de­ren Sa­gen auch das Kul­ti­vier­te auf­scheint. Im Un­ter­enga­din ja be­si­pi­els­wei­se Buch­druck. etc etc.

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